01.12.11 | Ottendorf-Okrilla | Kita-Wiedereinzug

01.12.2011
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Termin für Kita-Wiedereinzug steht bald

Von Jana Mundus

In den nächsten Tagen soll konkret festgelegt werden, wann die Kinder wieder zurück in den Waldkindergarten können.

In den nächsten Wochen will die Gemeinde Ottendorf-Okrilla einen konkreten Termin nennen, wann die Kinder des Waldkindergartens wieder in ihre derzeit in Sanierung befindliche Einrichtung zurückziehen können. Das erklärte Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) am Dienstagabend. Die SPD „Radeberger Land“ hatte zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Wie geht’s weiter in Ottendorf-Okrilla?“ ins Rathaus eingeladen. Insgesamt 15 Bürger folgten der Einladung, bei der der Bürgermeister gleich zu mehreren Themen Rede und Antwort stand.

Waldkindergarten: Termin für Wiedereinzug festlegen

Als Dilemma bezeichnete Michael Langwald die Situation rund um den Waldkindergarten. Langwald räumte ein, dass der ehrgeizige Plan, die Kinder noch Ende 2011 in die Einrichtung zurückzuholen, nicht zu halten ist. „Wir werden demnächst aber einen Termin festlegen, wann der Wiedereinzug passieren soll“, kündigte er erstmals an. Solch ein klares Signal wäre notwendig. „Auch wenn die Baufirmen dafür rund um die Uhr im Kindergarten arbeiten müssen.“ Nächsten Montag soll der Plan dafür im Gemeinderat vorgestellt werden. Die Klärung der Schuldfrage, also wer für die Mängel im Waldkindergarten letztlich verantwortlich ist, würde aber noch eine ganze Weile in Anspruch nehmen. „Eine endgültige juristische Klärung könnte sogar bis zu fünf Jahre dauern.“ Diese Zeit müsste die Gemeinde nun leider abwarten. „Aber wir können froh sein, dass wir das Geld hatten, um den Kindergarten sanieren zu können.“ Ob man später allerdings das gesamte Geld für die Sanierung wieder zurückbekommt, wäre momentan noch nicht zu sagen.

Grundschulen: Ausbau der Ottendorfer Schule ist wichtig

An den drei Grundschulstandorten in Ottendorf-Okrilla, Medingen und Hermsdorf ist laut Bürgermeister nicht zu rütteln. Doch der Platzmangel an der Ottendorfer Grundschule sei ein Problem, für das eine Lösung gefunden werden müsste. Denn dort werden pro Schuljahr zwei neue erste Klassen eingeschult, in Medingen und Hermsdorf jeweils eine. „In der Vergangenheit konnten wir jedem Elternteil, jedem Kind den Besuch der Grundschule ermöglichen, die sie sich wünschten.“ Das sei nun jedoch ein Trost aus vergangenen Zeiten. In den kommenden Wochen und Monaten soll im Gemeinderat nach einer Möglichkeit zur Erweiterung der Grundschule Ottendorf-Okrilla gesucht werden. Die muss finanzierbar sein, unterstrich der Bürgermeister. Denn ob die Gemeinde für solch ein Projekt finanzielle Unterstützung vom Land Sachsen bekommt, ist fraglich. Seit Jahren verweist das Kultusministerium darauf, dass die Kommune für Baumaßnahmen an ihren Grundschulen nur Geld erhält, wenn sie eine davon schließt. Denn laut Ministerium würden auch zwei Grundschulen den Bedarf in der Gemeinde abdecken.

Straßenbahn: Auf Gemeinde könnten Kosten zukommen

Derzeit wird in Ottendorf-Okrilla rege darüber diskutiert, ob der Ort eine Straßenbahnanbindung nach Dresden braucht und ob solch ein Vorhaben überhaupt realisierbar ist. Der CDU Ortsverband hatte das Thema wieder ins Gespräch gebracht. „Auf jeden Fall sollten wir an der Schiene festhalten“, formulierte Michael Langwald am Dienstagabend. Egal ob Zug oder Straßenbahn. Der Zug sei seines Erachtens jedoch nicht flexibel genug. Gemeinderat Frank Holata (Linke) war am Dienstag ebenfalls dabei und wies auf eine andere Sache hin. „So eine Straßenbahnanbindung kostet auch die Gemeinde Geld.“ Das würde in der jetzigen Diskussion gern vergessen werden. „Weinböhla und Radebeul haben eine Straßenbahnanbindung und zahlen den Verkehrsbetrieben jährlich zusammen 800 000 Euro für die Bereitstellung.“

Straßen- und Radwegbau: Lange Wartezeiten bei vielen Projekten

Unbefriedigend ist laut Bürgermeister die Situation bei geplanten Straßen- und Radwegbauprojekten in der Kommune. Sowohl die Baumaßnahmen an der B97 als auch verschiedene Radwege würden seit Jahren geplant werden, doch konkret sei nichts passiert. „Es ist furchtbar. Mit dem Radweg nach Medingen können wir nicht vor 2013 rechnen.“ Tun könne die Gemeinde in dieser Sache nicht viel. Denn Planung und Finanzierung liegen nicht in ihrer Hand.

Ortszentrum: Gemeinde will Konzeption erarbeiten

Für das Betonwerksareal will die Gemeinde in den kommenden Monaten eine Konzeption erarbeiten, erläuterte der Bürgermeister. Dafür solle aber auch externer Sachverstand genutzt werden. „Derzeit wird überlegt, wie solch eine professionell betreute Konzeption finanziert werden kann.“ Er bat die Bürger jedoch um Verständnis, dass schnell in Sachen Ortszentrum nichts zu machen sei. „Das ist eine wichtige Fläche für die Kommune. Das wissen wir. Aber uns gehört das Areal nicht. Wir müssen eng mit dem Besitzer zusammenarbeiten.“

Quelle: sz-online.de // Rödertal

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